Kurzantwort: Fettablagerungen entstehen über Monate hinweg durch Bratfett, Speiseöl und Seifenrückstände. Sie lassen sich mechanisch mit einer Spirale, thermisch mit kochendem Wasser oder durch professionelle Hochdruckspülung lösen. Vorbeugung ist einfach: Kein Fett in den Abfluss.
Wie Fett im Rohr entsteht
Beim Abwaschen von Töpfen und Pfannen gelangt gelöstes Fett in flüssigem Zustand in den Abfluss. Im Rohr kühlt es ab, erstarrt und haftet an der Rohrwand. Schicht für Schicht wächst die Ablagerung und verengt den Querschnitt. Seifenreste, Essensreste und Haare verfangen sich in dieser Fettschicht und verstärken den Effekt.
In Potsdamer Altbauten mit alten Gussrohren und rauhen Innenflächen haftet Fett besonders gut. Eine einmal entstandene Ablagerung zieht weitere Stoffe an wie ein Magnet.
Anzeichen für Fettablagerungen
- Küchenabfluss läuft zunehmend langsamer ab
- Fettiger Geruch aus dem Abfluss
- Hochdruckspülung hilft nur vorübergehend
- Trotz mechanischer Reinigung kehrt die Verstopfung schnell zurück
Methoden zur Beseitigung
Kochendes Wasser
Bei frischen Ablagerungen und Leitungen ohne Kunststoffteile direkt am Siphon können 2 bis 3 Liter kochendes Wasser helfen. Das Fett schmilzt und wird mit dem Wasser abgespült. Wiederholen Sie das Vorgehen mehrmals und spülen Sie danach mit kaltem Wasser nach, damit das Fett nicht weiter unten im Rohr wieder erstarrt.
Achtung: Nicht in PVC-Rohre oder sehr alte Bleirohre kochendes Wasser gießen - das kann die Dichtungen und das Rohrmaterial beschädigen.
Mechanische Reinigung mit Spirale
Eine Rohrreinigungsspirale kann Fettablagerungen aufbrechen und Pfropfen lösen. Ideal für Ablagerungen bis etwa 5 Meter Tiefe. Wenden Sie gleichmäßigen Druck an, ohne die Spirale zu verklemmen.
Natron und Essig
Natron mit Essig erzeugt eine Schaumreaktion, die leichtere organische Ablagerungen lösen kann. Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei beginnenden Ablagerungen durchaus sinnvoll, gegen starke Fettschichten aber begrenzt wirksam.
Professionelle Hochdruckspülung
Bei stärkeren Ablagerungen oder Grundleitungen ist die Hochdruckspülung durch einen Fachbetrieb die wirksamste Methode. Ein Düsenkopf mit 150 bis 200 bar Wasserdruck sprengt Fettschichten von der Rohrwand und spült Reste ab. Danach empfiehlt sich eine Kamerainspektion, um Schäden am Rohr auszuschließen.
Langfristig vorbeugen
- Kein Bratfett oder Speiseöl in den Abfluss gießen - Reste in alten Gläsern oder mit Küchenpapier aufnehmen und in den Restmüll
- Kaltes Wasser laufen lassen, während fetthaltige Flüssigkeiten abgewaschen werden - das hilft das Fett bis in den Kanal zu spülen
- Regelmäßig kochendes Wasser durch den Küchenabfluss gießen (monatlich)
- Siebe in Abflüssen verwenden, die Essensreste zurückhalten
Wer seinen Küchenabfluss in Potsdam regelmäßig pflegt, vermeidet teure Rohrreinigungen und verlängert die Lebensdauer seiner Leitungen erheblich.